Was Weihnachten mit der Geburt Jesu anrichtet

von Monika Visintin (Kommentare: 0)

Es waren beeindruckende Gesänge und Gedanken in den katholischen und evangelischen Weihnachtsfeiern.

Die Gottesdienste waren und sind geprägt von der Musik: In der katholischen Mitternachtsmesse sang der Kirchenchor, verstärkt mit Projektsängerinnen und –sängern, englische Kathedrallieder, einmal mehr unter der bewährten Leitung von Roman Lopar. Am ersten Weihnachtstag spielten Hans Sturzenegger am Hackbrett und Daniel Engeli an der Orgel in der Salmsacher Kirche. Und Pfarrerin Martina Brendler nahm das Lied „Maria did you know“ der Gruppe Pentatonic auf in ihrer Predigt: „Auch wenn Maria bei uns Reformierten keine grosse Rolle spielt, spricht sie mich an, weil sie als Mutter angesprochen wird. Gott wird durch sie Mensch und dies so real, wie ein Kind in den Armen seiner Mutter liegt. Und mit diesem Lied geht die Frage auch an uns: Sagen wir ja, wenn Gott uns anspricht, sagen wir ja, auch wenn wir noch nicht alles wissen, was da noch kommen wird ?“

Gleichzeitig

In ihrer Predigt im katholischen Mitternachtsgottesdienst spannte Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann den grossen Bogen um diese gegensätzliche Zeit, wenn inmitten der umsatzstärksten Zeit Armut thematisiert wird: „Damals kam der Erlöser hinein ins normale Leben, lassen wir uns heute noch stören?  Damals wirkte er erlösend für all jene, die ihn erfahren haben. Und etwas von Jesus ist in jedem Kind zu spüren, in jedem Mann, der das Leben wie Josef schützt, in jeder Frau wie Maria, die ihren Auftrag wahrnimmt. Und vielleicht brauchen wir wie damals Engel, die uns Mut machen, uns als Teil der Schöpfung zu begreifen und die Welt ein Stück weit zu retten.“

Text: Markus Bösch

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